Kündigungsrecht für Arbeitnehmer

Die meisten Menschen kalkulieren ihren regelmäßigen Arbeitslohn fest ein für die Kosten des täglichen Lebens. Bekommt man dann unerwartet und ohne eine alternative Beschäftigung die Kündigung, so bringt dies viele Menschen ganz schnell an ihre Grenzen. Das muss so nicht sein. Denn das deutsche Kündigungsrecht ist hochkomplex. Fristlose Kündigungen sind und in ganz wenigen Ausnahmefällen gerechtfertigt. In den meisten Fällen braucht es dafür eine vorangegangene Abmahnung. Und selbst wenn es eine Abmahnung im Vorfeld gegeben hat, ist damit die Kündigung immer noch nicht zwingend rechtmäßig. In vielen Fällen scheitert die wirksame Kündigung schon an Formfehlern des Arbeitgebers. Aber selbst ordentliche fristgerechte Kündigungen sind an strenge Voraussetzungen geknüpft. Bei betriebsbedingten Kündigungen ist Beispielsweise die richtige Sozialauswahl zu berücksichtigen. Sollten Sie also der Meinung sein, dass Sie zu Unrecht eine Kündigung erhalten haben, so zögern Sie nicht, sich helfen zu lassen. Wichtig ist dabei, dass schnelles Handeln geboten ist, den die Frist für eine Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht beträgt nur 3 Wochen. Dort klagen Sie grundsätzlich auf Wiedereinstellung. In den allermeisten Fällen endet dann jedoch ein arbeitsgerichtlicher Prozess nicht mit der Wiedereinstellung oder der Klageabweisung, sondern mit einem Abfindungsvergleich. Auch wenn es gesetzliche keinen Anspruch auf eine Abfindung gibt, so enden die meisten Kündigungsschutzklagen dennoch mit einer solchen Abfindung. Denn wenn das Arbeitsverhältnis erst Thema eines Gerichtsverfahrens ist, dann haben danach meistens alle Beteiligten kein Interesse mehr daran, das Arbeitsverhältnis fortzusetzen.